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Wales Studienreisen

Mit Wales begegnen Sie einem Stück Vereinigten Königreich … und in gewisser Weise auch – vor allem historisch – auf das westlich angrenzende England. Außerdem grenzt Wales an die Irische See, den St. Georgs- und den Bristol-Kanal – was eine Küstenlänge von ca. 1.200 km ergibt, die sich teils aus imposanter Steilküste, teils aus weit auslaufenden Stränden bildet. Besonders empfehlenswert sind dabei die Strände der Halbinsel The Gower. Das Landschaftbild Wales' gestalten ferner das Kambrische Gebirge im Inselinnern, Seenlandschaften, Moore und riesige Parkanlagen. Insgesamt lässt sich die Natur des Landes damit treffend beschreiben, dass sie wie geschaffen für ausgiebige Wanderungen scheint – durch ein ausgedehntes Wegenetz zudem für Radtouren. Gute Gelegenheiten, die Landschaft zu erkunden, stellen auch die drei Nationalparks dar: Pembrokeshire Coast im südwestlichen Landesteil, der hügelige Brecon Beacons Nationalpark nördlich von Cardiff und der bekannte Snowdonia Nationalpark im Nordwesten. Unterwegs werden Sie dabei immer wieder an malerischen kleinen Orten vorbei kommen. Aber ebenso an mittelalterlichen Burgen, die Sie fast überall im Land finden und mit denen eine Erkundungstour durch die Natur parallel zu einer kulturelle Entdeckungstour wird. Doch hat Wales auch andere historische Bauwerke bzw. Zeugnisse sowie alte Sakralbauten zu bieten. Empfehlenswert bei einer Reise nach Wales sind für Kulturinteressierte beispielsweise Pentre Ifan mit neolithischen Gräbern, das Amphitheater in Caerleon aus dem 2. Jahrhundert, die Ruinen der Tintern Abbey in Wye Valley oder auch St. Davids Cathedral aus dem 12. Jahrhundert. Einen Ausflug wert ist auch die Universitätsstadt Aberystwyth, Conwy und – last but not least – die Hauptstadt Cardiff mit ihrem umfangreichen Kulturleben, einigen sehenswerten Museen und der urbanen Seite von Wales.

Sehenswürdigkeiten in Wales

Bodnant Garden und Bodysgallen Hall

Im Norden von Wales erstreckt sich das County Conwy bis an die Küste der Irischen See. Im Sommer kommen Badegäste an den Strand des Küstenortes Llandudno, und im hügeligen Hinterland lässt es sich herrlich wandern. Touristen, die sich für britische Gärten interessieren (vielleicht sogar selbst Hobbygärtner sind), sollten die wunderbare Parkanlage Bodnant Garden beim Dorf Tal-y-Cafn im County Conwy besichtigen. Und allen Fans der britischen Lebensart, die auf ihrer Reise einmal in einem historischen Herrenhaus übernachten möchten, sei das Hotel Bodysgallen Hall bei Llandudno empfohlen.

Die Parkanlage Bodnant Garden

Die Parkanlage wurde 1874 gegründet. Sie war lange im Familienbesitz und steht unter der Verwaltung des "National Trust". Zweifellos gehört Bodnant Garden zu den schönsten und abwechslungsreichsten botanischen Gärten in ganz Großbritannien! Die Parkanlage besteht aus einem oberen und einem unteren Garten. Der obere Garten ist im mediterranen Stil auf fünf Terrassen angelegt. Im milden Klima von Wales gedeihen viele mediterrane Pflanzen - davon können sich die Besucher im oberen Garten überzeugen. Auch Kräuterbeete sind hier angelegt. Der untere Garten trägt den Namen "The Dell" und wird von einem kleinen Fluss namens Hiraethlyn durchquert. Ein Wasserfall bildet einen besonders romantischen Anblick. Im unteren Garten stehen zahlreiche Bäume wie z.B. Zedern und Douglasien. Die Parkanlage ist zu jeder Jahreszeit sehenswert (und sie ist auch täglich außer an Weihnachten geöffnet): Im Frühling blühen Osterglocken, im Sommer dann Magnolien und Rhododendren. Wer möchte, kann an einer Führung durch den Park teilnehmen. Zum Ausruhen stehen Bänke unter Pergolen, die Besucher können auch in den beiden Restaurants und in zwei Tee-Pavillons Rast machen.

Das Hotel Bodysgallen Hall

Auch das Herrenhaus Bodysgallen Hall verfügt über einen hübschen, 80 ha großen Park. Das Haus, erbaut im 17. Jahrhundert, ist heute als Vier-Sterne-Hotel eingerichtet. 22 luxuriöse Zimmer und kleine Ferienhäuser (Cottages) stehen den Gästen zur Wahl. Für das leibliche Wohl sorgen das Gourmet-Restaurant "The Dining Room" und das "Bistro 1620". Abends treffen sich die Gäste gern in der Bar oder in der Bibliothek des Hotels. Der Spa-Bereich von Bodysgallen Hall bietet Erholung im Pool und verfügt über einen Whirlpool, Sauna und Dampfbad. Schönheitsbehandlungen können gebucht werden.


Caernarfon Castle

Das Caernarfon Castle ist eine der bekanntesten Burgen in Wales. Die beeindruckende mittelalterliche Festung, die sich in der Stadt Gwynedd im Nordwesten des Landes direkt an der berühmten Menaistraße befindet, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Burg, die noch heute gut erhalten ist und über der Kleinstadt Caernarfon thront, wurde am Ende des 13. Jahrhundert auf Initiative des englischen Königs Edward I. gebaut. Für diesen war Caernarfon Castle nicht nur eine wichtige militärische Festung zum Schutz der walisischen Küsten sondern vor allem auch ein großes Prestigeobjekt. Nach der Fertigstellung diente die Burg auch als Sitz der Regierung.

Beeindruckende Fassade, prunkvolle Säle

Das mehr als 160 Meter lange Caernarfon Castle beeindruckt noch heute mit seinen 16 Meter hohen massiven Mauern aus verschiedenfarbigen Kalk- und Sandsteinen, die bereits von weitem sichtbar sind. Zur Burg gehören insgesamt neun achteckige Türme in unterschiedlichen Größen. Noch heute sind die großen Sicherheitsvorkehrungen sichtbar. So wurde das Haupttor nicht nur von sechs Fallgittern sondern auch von einer Zugbrücke gesichert. Das Innere der Burg war mit viel Komfort ausgestattet. Neben riesigen prunkvollen Sälen wurden hier auch moderne Badezimmer mit fließendem Wasser und Toiletten eingebaut, die noch heute besichtigt werden können. In den Außenanlagen der Burg wurde Prinz Charles im Jahr 1969 zum Prinzen von Wales gekrönt.


International Musical Eisteddfodd

Eine Woche Anfang Juli

Jährlich in der zweiten Juliwoche strömen Besucher aus aller Welt in die ländliche, idyllische Gemeinde Llangollen. Llangollen liegt im Nordosten von Wales am River Dee und hat nur ca. 3.700 Einwohner. Aber wenn Anfang Juli das große Festival International Musical Eisteddfodd stattfindet, ist in der Gemeinden und in den Dörfern und Städten der Umgebung jedes Hotelbett belegt! Musikfreunde unternehmen dann gern eine Reise nach Wales, denn die Zeichen stehen auf Gesang und Tanz.

Zur Geschichte des Festivals

Das International Musical Eisteddfodd ("Eisteddfodd" ist das walisische Wort für "Festival") fand 1947 zum ersten Mal statt. Die Idee dazu stammte von dem britischen Beamten Harold Tudor, der während des Krieges europäische Politiker, die im Exil in Großbritannien lebten, betreut und Konzerte mit ihnen besucht hatte. Diese Konzertbesuche brachten ihn auf den Gedanken, dass Musik dazu beitragen könnte, das Trauma des Krieges zu überwinden. 1947 kamen erstmals Sänger (Chöre und Solisten) nach Llangollen, um einen Musikwettbewerb auszutragen. Den Wettbewerb der Chöre gewannen zwei ausländische Ensembles, der siegreiche Frauenchor stammte aus Portugal, der beste Männerchor aus Ungarn. Auch Volkstänze wurden schon beim ersten Festival aufgeführt, jedoch noch nicht wettbewerbsmäßig. Nach und nach gewann das International Musical Eisteddfodd internationale Berühmtheit, die Wettbewerbe wurden ausgeweitet, und die Zahl der Besucher und Teilnehmer wuchs stetig. Neuerdings messen sich mindestens 5.000 Sänger und Tänzer in den Wettbewerben.

Musik und Tanz

Während der Festivalwoche werden täglich Wettbewerbe im Singen und Tanzen ausgetragen. Chöre, Tanzgruppen, Solisten, kleine Ensembles - alles ist vertreten. Jeden Abend wird ein Konzert gegeben. Berühmtheiten wie Luciano Pavarotti, Nigel Kennedy, Joan Baez, José Carreras, Montserrat Caballé sind schon in Llangollen aufgetreten! Der erste Tag der Festivalwoche wird als "Kindertag" begangen. Zahlreiche Schüler aus der Umgebung kommen dann zu den Konzerten. Am letzten Tag ist immer ein großes Galakonzert. In Llangollen herrscht eine große Vielfalt an Musikstilen, aber im Ganzen gesehen dominieren klassische Musik und Volkstänze.

Der Festzug

Ein besonderer Publikumsmagnet ist der Festzug, der während des Festivals immer am Dienstag abgehalten wird. Durch Llangollen ziehen dann Musikgruppen, und am Straßenrand drängen sich die Besucher.

 


Snowdonia National Park

Atemberaubende Natur und einzigartige Gipfel-Landschaften - das ist der Snowdonia National Park im Norden von Wales. Der drittgrößte Nationalpark Großbritanniens zieht jährlich Millionen Touristen aus der ganzen Welt und Einheimische in ihren Bann und ist damit eines der beliebtesten Touristenziele in Wales.

Snowdon: Das Dach von "Snowdonia"

Eines der großen Highlights des Nationalparks ist der Snowdon, der mit 1.085 Metern höchste Berg in Wales. Doch der insgesamt 2.170 Quadratkilometer große Snowdonia National Park, in dem 26.000 Menschen leben, hat noch deutlich mehr Gipfel, spektakuläre Wanderwege und eine artenreiche Natur zu bieten. Insgesamt verfügt der Park über mehr als 1.500 Kilometer an gut ausgebauten Wegen und Pfaden, aber auch über einige reißende Wasserfälle und tiefe Schluchten. Abenteurer, Wanderer und Mountainbiker kommen im Snowdonia National Park ebenso voll auf ihre Kosten wie Naturfreunde. Unter anderem können hier neben Mardern und Ziegen auch Fischadler, Wanderfalken und Kolkraben in ihrem natürlichen Lebensraum erlebt werden. Auch die dichten Wälder mit Laub- und Nadelbäumen machen den National Park ebenfalls zu etwas ganz Besonderem. Der Snowdonia National Park gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten in Großbritannien. Am Ostrand des Parks befindet sich mit dem Llyn Tegid, dem größten natürlichen Gewässer von Wales, einer der beliebtesten Angelseen in Großbritannien.


Dylan Thomas Bootshaus

Das County Carmarthenshire liegt im Süden von Wales und erstreckt sich bis zur Atlantikküste. Eine kleine Stadt in Carmarthenshire hat es zu großer Berühmtheit gebracht: In Laugharne lebte der berühmteste Dichter von Wales, Dylan Thomas, in den Jahren 1949 bis 1953, und zwar in einem recht bescheidenen Haus an der Mündung des Flusses Taf in den Atlantik. Dieses Bootshaus ist heute ein Museum. Literaturfreunde machen auf ihrer Reise durch Wales gern einen Abstecher zu dieser Gedenkstätte für einen großartigen Schriftsteller.

Dylan Thomas (1914 - 1953)

Der Dichter wurde in Swansea in Wales geboren und besuchte 1934 zum ersten Mal die kleine Stadt Laugharne. Es gefiel ihm dort, und er zog bereits 1938 dorthin. Thomas war fast immer in Geldnot und auf Gönner angewiesen, obwohl er großen Erfolg mit seinen Gedichten, Essays und Vorträgen hatte. Eine Gönnerin kaufte ihm 1949 das Bootshaus, ein zweistöckiges Gebäude in idyllischer Lage. Er zog mit seiner Frau Caitlin und seinen beiden Kindern ins Bootshaus, das dritte Kind des Ehepaars wurde hier geboren. Auch die Eltern von Dylan Thomas lebten 1949 bis 1953 in Laugharne, er hatte ihnen hier ein Haus gemietet. Thomas' berühmtestes Werk, das Hörspiel "Under Milk Wood" ("Unter dem Milchwald") entstand während seiner Jahre im Bootshaus, und die Stadt Laugharne diente dem Verfasser als Vorbild für das fiktive Dorf "Llageggub", das in dem Hörspiel vorkommt. Der Dichter starb während einer Lesereise in New York, wurde aber in Laugharne bestattet.

Das Museum

Museumsbesucher, die durch das Bootshaus schlendern, haben das Gefühl, es sei noch bewohnt. So authentisch wirkt es! Original-Möbel der Familie Thomas sind zu sehen sowie viele Erinnerungsstücke an den Dichter. Filme und Tondokumente veranschaulichen das Leben des Dichters. Besonders romantisch ist das kleine Gartenhaus beim Bootshaus. Dort steht ein Schreibtisch, an dem Thomas gearbeitet hat. Von dem kleinen Gartenhaus und auch von der Terrasse des Bootshauses geht der Blick weit auf das Meer hinaus. Besucher des Museums können nach der Besichtigung noch ein wenig in der Teestube rasten. Im Buchladen des Museums werden natürlich die Werke von Dylan Thomas angeboten. Wer möchte, könnte noch zum Friedhof gehen und nach dem Familiengrab von Thomas und seinen Verwandten schauen. Durch Laugharne führt auch ein ca. drei Kilometer langer Spazierweg, der "2-Miles-Birthday-Walk", im Gedenken an Dylan Thomas' 30. Geburtstag.

 


Hay-on-Wye-Festival

In der Idylle des Hügellandes im Südwesten von Wales (County Powys) liegt das Städtchen Hay-on-Wye am Ufer des Flusses Wye. Diese Gemeinde ist als "Bücherdorf" berühmt geworden. Jedes Jahr von Ende Mai bis Anfang Juni findet hier das renommierte Hay-on-Wye-Festival statt, ein Treffen von Literaten und anderen Prominenten. Literaturfreunde kommen gern zum Festival, um ihre Lieblingsschriftsteller "live" zu erleben.

Das Bücherdorf

1961 gründete der Buchhändler Richard Booth in Hay-on-Wye ein Antiquariat. Er ernannte die Gemeinde zum "Bücherdorf" und sorgte auch für überregionale Bekanntheit, als er sich im Jahr 1977 (am ersten April!) zum "König von Hay-on-Wye" ernannte. Heute besitzt Hay-on-Wye mindestens 25 Buchhandlungen, Antiquariate, Kunst- und Antiquitätenläden - ein Paradies für Bücherfreunde! Einige der Läden sind auf bestimmte Gebiete des Buchmarktes spezialisiert, z.B. Kinderbücher, Bildbände, Krimis.

Das Festival

Seit 1988 wird das zehntägige "Hay Festival of Literature & Arts" gefeiert. Auf diesem Hay-on-Wye-Festival haben schon viele berühmte Autoren aus ihren Werken gelesen, z.B. Mario Vargas Llosa, Stephen Fry, Nicholas Stern, Salman Rushdie. Auch Wissenschaftler und Politiker und andere Berühmtheiten sind schon beim Festival aufgetreten, genannt seien Bill Clinton, Desmond Tutu und Harry Belafonte. In den ersten Jahren wurden auf dem Festival nur Lesungen abgehalten, im Lauf der Zeit wurden auch Musik und Film ins Programm aufgenommen.

Das Kinderfestival

Während die erwachsenen Gäste auf dem Hay-on-Wye-Literaturfestival den Lesungen der Schriftsteller lauschen, feiern die Kinder das "Hay Fever"-Festival, nehmen in einem Festzelt an Workshops teil und treffen Kinderbuchautoren.

Ein wunderschönes Quartier im County Powys

Wer auf seiner Reise durch Wales in Hay-on-Wye Station macht, könnte ein Zimmer im Vier-Sterne-Hotel Llangoed Hall buchen. Das Hotel ist nur wenige Kilometer von Hay-on-Wye entfernt. Es handelt sich um ein historisches Herrenhaus (erbaut 1632); ein herrlicher, knapp 7 ha großer Park umgibt das schlossartige Gebäude. 23 vornehme Gästezimmer und Suiten stehen im Hotel zur Wahl. Gourmets sind begeistert vom Restaurant von Llangoed Hall, in dem walisische Spezialitäten wie etwa Lammbraten oder Lachs auf höchstem Niveau serviert werden

 


Tintern Abbey

Dies ist ein Ausflugsziel für Romantiker! Tintern Abbey, die Ruine einer mittelalterlichen Abtei, hat schon viele Maler inspiriert und begeistert auch Hobbyfotografen. Die Ruine ist beim Dorf Tintern im Tal des Flusses Wye im Südwesten von Wales (County Gwent, Bezirk Monmouthshire) zu finden.

Zur Geschichte des Bauwerks

Tintern Abbey wurde im Jahr 1131 als Zisterzienserkloster gegründet. Die Einweihung der Klosterkirche fand im Jahr 1301 statt. Mehrere Jahrhunderte lang lebten Mönche in dem Kloster und bearbeiteten die Felder in der Gegend um das Dorf, bis die Abtei 1536 unter der Herrschaft des Königs Heinrich VIII. aufgelöst wurde. Nach und nach verfiel das Anwesen. In der Zeit der Romantik entdeckten Künstler die malerische Ruine als Motiv. Vor allem William Turner (1775 - 1851) machte Tintern Abbey durch seine Gemälde bekannt. Um 1900 entschlossen sich die Behörden zu Restaurierungsmaßnahmen. So konnten die Mauern der Abtei gerettet werden. Heute ist Tintern Abbey unter der Obhut der Denkmalschutzbehörde von Wales.

Besichtigung der Tintern Abbey

Das Klosterareal kann täglich - gegen Eintritt - besichtigt werden. Der Zugang und die Wege sind behindertengerecht gestaltet. Der Besucher steht staunend vor den hohen Mauern des Kirchenschiffs und der Seitenkapellen, besichtigt den Kreuzgang und bewundert vor allem die gotische Westfront der Klosterkirche. Die mittelalterliche Marienstatue "Our Lady of Tintern" schmückt das Areal und bildet ein wunderschönes Fotomotiv. Tintern Abbey gilt als am besten erhaltene Klosterruine von Wales!

Ein Spaziergang im Flusstal

Es lohnt sich, nach der Besichtigung der Abtei noch einen Spaziergang rund um das Dorf Tintern zu unternehmen. Die beschauliche Gemeinde, die nur rund 900 Einwohner hat, besitzt nämlich noch zwei weitere historische Bauwerke. Oben auf einem Hügel über der Abtei steht die Ruine der Kirche "St. Mary the Virgin". Das Gotteshaus stammt ursprünglich aus dem Mittelalter, wurde im 19. Jahrhundert renoviert und fiel in den 1970-er Jahren einem Brand zum Opfer. Und nördlich der Abtei befindet sich eine alte Wassermühle. Ja, Romantikern wird es in Tintern gefallen!


St. Davids Cathedral

Im Südwesten von Wales, in der Grafschaft Pembrokeshire, steht die Wallfahrtsstätte St. Davids Cathedral. Der in Kreuzform gestaltete Sakralbau wurde zu Ehren des Schutzpatrons der Walliser – St. David – errichtet. Mit dem Bau der Kathedrale, deren Wurzeln bis hinein ins sechste Jahrhundert reichen, wurde im normannischen Stil im zwölften Jahrhundert begonnen. Ihren gotischen Außenbau erhielt sie in der Mitte des 14. Jahrhunderts. In den darauf folgenden schweren Zeiten für Wales und die dortige katholische Kirche begann der langsame Niedergang der St. Davids Cathedral. Gründe dafür waren der Ausbruch der Pest, die Reformation, Heinrich der VIII, der mit dem Papst brach und der Englische Bürgerkrieg. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde mit Instandsetzungsarbeiten begonnen und somit Teile des Bauwerks vor dem restlosen Verfall bewahrt.

Sehenswertes in der Kathedrale

Das Prunkstück des Langhauses mit seinen sechs reliefverzierten Arkaden und Fenstern in gotischem Stil ist die Decke. Sie besteht aus Holz und ist mit feinsten Schnitzereien bedeckt, die im Verlauf von etwa 300 Jahren entstanden. Das Ende des Langhauses bildet die Chorschranke, die mit künstlerischen Bildhauerarbeiten versehen ist. Ein weiteres sehenswertes Artefakt stellt der „Abraham Stone“ dar, ein Grabstein mit christlichen sowie keltischen Symbolen und Inschriften. Dieser Stein soll an die beiden Söhne des Bischofs Abraham erinnern, die im Jahr 1080 den Wikingern zum Opfer fielen. Auch wenn vom Bischofspalast St. Davids an sich nur die Ruinen erhalten sind, so lässt sich mit etwas Fantasie seine einstmalige Pracht erahnen. Vor Jahrhunderten trafen sich in den aufwendig ausgestatteten Sälen Gottesmänner, ebenfalls luxuriös eingerichtet waren deren Privatgemächer.

Beste Reisezeit für einen Kathedralen Besuch

Reisen oder Studienreisen zu der St. Davids Cathedral sind während des ganzen Jahres über ein eindrucksvolles Erlebnis. Besonders lohnenswert sind Besuche jedoch in den Adventswochen und an Weihnachten. In diesem Zeitraum finden neben zahlreichen Veranstaltungen wie Konzerten religiöse Aufführungen und historische Vorstellungen statt.


Portmeirion

Lebenstraum eines Architekten

Portmeirion - dieser Ort an der malerischen Küste des walisischen Snowdonia ist klein und fein. Und er hat eine besondere Geschichte, denn hier wurden die Filme für die Fernseh-Hits "Geheimauftrag für John Drake" und "Nummer 6" des amerikanischen Schauspielers Patrick McGoohan gedreht. Aber Portmeirion ist vor allem das Lebenswerk eines Architekten namens Sir Bertram Clough Williams-Ellis, der sich an den vom warmen Golfstrom umschmeichelten Gestaden seinen ganz persönlichen Traum erfüllte.

Am Anfang stand eine Fischerhütte

Als Bertram Clough Williams-Ellis in den frühen zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Bucht von Tremadog entdeckte, fand er dort nur eine verwinkelte Fischerhütte. Und sehr schnell faszinierte ihn die Idee, hier einen Ort entstehen zu lassen, der dem italienischen mediterranen Stil entsprechen sollte. Fünfzig Jahre lang - zwischen 1925 und 1975 - transportierte er die Kulisse des italienischen Portofino nach Wales. Portmeirion ist heute eine Ansammlung von Portalen und Piazzen, und der Ort wirkt auf seine Besucher, als sei er einer italienischen Operette entsprungen.

Zwischen Faszination und Kitsch

Bewusst und zielstrebig verwirklichte Bertram Clough Williams-Ellis den Traum einer außergewöhnlichen Orts- und Landschaftsplanung. Dabei ließ er sich immer wieder aufs Neue von den Farben seiner italienischen Vorbilder inspirieren. Die Wirkung Portmeirions auf die Betrachter ist zwiespältig. Die meisten sind fasziniert, andere empfinden den Ort als Alptraum oder als eine ganz außergewöhnliche Variante des typisch englischen Kitsches. Immerhin pilgern Jahr für Jahr rund 250.000 Menschen nach Portmeirion.

Wechselspiel von Schatten und Licht

Die Enkel des Architekten haben in der jüngeren Vergangenheit rund 1,3 Millionen Euro investiert, um das Dorf als Gesamtkunstwerk zu erhalten. Besucher von Portmeirion erreichen diese einzigartige walisische Stätte über eine Allee und dann durch einen Tunnel. Wer ihn verlässt, steht fast schon auf der Piazza. Das Wechselspiel vom Schatten des Tunnels zum gleißenden Licht war von Bertram Clough Wiliams-Ellis beabsichtigt. Wer kam, der sollte von den Kuppeln, Wasserbecken und Fassaden des Dorfs überwältigt sein und das architektonische Kunstwerk als Offenbarung verstehen.

Bild: Central Piazza Portmeirion


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  • Caernarfon Castle
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  • Hay-on-Wye-Festival
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  • St. Davids Cathedral
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